Einige Menschen leiden an dem Problem, dass sie einfach nicht satt werden. Der unbegrenzte Heißhunger führt zu ungehaltenen Fressorgien und über längere Zeit zu einer massiven Gewichtszunahme.
Sowohl seelische als auch körperliche Faktoren können dafür verantwortlich sein, dass wir beim Essen keine Sättigung verspüren.

Wenn der Magen zu groß ist…

endlich-satt-werden Eine Möglichkeit für das bleibende Magenknurren kann ein zu großes Magenvolumen sein. Der Magen dehnt sich, wenn Nahrung zugeführt wird. Übertreibt man es hier, schrumpf er nach der Verdauung nicht auf sein Ausgangsniveau zusammen. Es ist vergleichbar mit einem Luftballon. Bläst man diesen auf und lässt hinterher die Luft raus, bemerkt man, dass er sich nicht völlig auf den Anfangszustand bringen lässt. Tut man dies wiederholt, wird der Ballon immer dehnbarer. Beim Magen sieht es genauso aus.

Lösung: Auf kleine Mahlzeiten umsteigen

Wenn es sich auch nach etwas Aufwand anhören mag, so ist die Wirkung dieses Tricks riesig.. Wer 30 Tage lang in vielen kleinen Mahlzeiten Essen zu sich nimmt, wird feststellen, dass er später plötzlich nicht mehr so viel in sich hineinschaufeln kann, wie vor den 30 Tagen. Wichtig ist, hier keine Ausnahmen zu dulden! Selbst eine einzige zu große Mahlzeit verzögert den Schrumpfprozess um Wochen.

Mangelnder Schlaf

Zu wenig Schlaf führt zu einem gesteigerten Appetit. Experten haben belegt, dass der Neurotransmitter Orexin dafür verantwortlich ist. Wenn man nur wenig schläft, steigt der Orexin Spiegel und man fühlt sich hungriger. Der Körper versucht die fehlende Energie in Form von Kalorien zu kompensieren. Deshalb ist ein ausreichender und qualitativer Schlaf unverzichtbar!

Krankheitsbilder

In wenigen Fällen kann auch eine Krankheit für den nie endenden Appetit zuständig sein. Beispielweise könnte die Schilddrüse daran schuld sein. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann zum Beispiel für Niedergeschlagenheit und Hunger verantwortlich sein. Ein kurzer Besuch beim Arzt sollte hier aber Klarheit schaffen. Nachdem ein Blutbild erstellt wurde, können gegebenenfalls Maßnahmen ergriffen werden.

Konditionierung

Stellen wir uns einmal die Frage: Wann genau ist man eigentlich „gesättigt“? Einzelne körperliche Aspekte lassen sich nicht isoliert betrachten geschweige denn bewerten. Der wohl größte Faktor im Pool dieser Kriterien ist allerdings das Volumen der aufgenommenen Nahrung. Ab einem bestimmten Füllstand werden Signale an das Gehirn gesendet, welches das Hungergefühl prompt stoppt. Auch die visuellen Signale spielen eine große Rolle. Sehen wir einen leeren Teller, registrieren wir (normalerweise), dass das Mahl zu Ende ist und man satt sein müsste.

Am besten ist es, sich allmählich auf drei Mahlzeiten täglich zu reduzieren. Bewusstes genießen dieser Mahlzeiten trägt außerdem dazu bei, sich mehr Zeit zu lassen. Diese Zeit ist wichtig, da es eine Verzögerung bei der Kommunikation zwischen Magen und Gehirn gibt. Bewusst genießen lässt sich natürlich nicht vor dem Fernseher. Gibt man der Sache eine Chance, merkt man, dass die Sättigung eher empfunden wird und man daher unabsichtlich weniger isst.

Weitere Lösungsansätze

Die häufigsten Gründe für ein anhaltendes Hungergefühl sind seelischer Natur. Neue Angewohnheiten zur Routine werden zu lassen, benötigt Zeit. Wiederholungen etablieren sich nach dreißig bis vierzig Tagen als Angewohnheit. Um die Zeitspanne durchzuhalten, ist erfahrungsgemäß die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, welche den Hunger stoppen, sinnvoll.
Als kleinen Geheimtipp möchte ich hier vor allem Leinsamen mit Wasser in den Ring werfen. Diese quellen im Magen auf und geben ihm das Gefühl, ausreichend gefüllt zu sein.

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